geb. am |
07.03.1991 |
gest. am |
11.04.2008 |
Hüften |
A/B |
Prüfungen |
Begleithundeprüfung, Leistungsabzeichen bronze, silber, gold |
Ronja ist unsere "Grande Dame". Mit ihren 17 Jahren ist sie nun ruhiger geworden. Als junger Hund hat sie mich oft zur Verzweiflung gebacht. Sturr und dickköpfig, so kann man sie wohl am besten beschreiben, keine streichelnde Hand war vor ihr sicher, manchmal empfand man das schon als sehr aufdringlich. Sie liebt ihre Menschen, geht aber gerne auch mal eigene Wege. Mit ihr war die Ausbildung eine echte Herausforderung. Wie ein Esel, so kam sie daher, an Selbstbewusstsein und Hartnäckigkeit hat es ihr nie gefehlt. Sie war wirklich durch nichts aus der Ruhe zu bringen. Schon als Welpe zeigte sich schnell, dass sie ihren eigenen Kopf hat. Mit 8 Wochen bekam sie Parvovirose, der Tierarzt gab ihr keine Überlebenschancen, aber sie hat es geschafft und wurde ein fröhlicher junger Hund. Im Alter von 4 Jahren wurde sie kastriert. Bei der OP hatte sie einen Herzstillstand, der Tierarzt hat sie reanimiert... sie ist wie ein Steh-Auf-Männchen.
Ronja hat sich auf ihren letzten Weg gemacht
Am 11.04.2008 haben wir Ronja gehen lassen. 17 Jahre war sie immer an meiner Seite. Wir haben viele Hochs und Tiefs gemeinsam durchlebt, jeden Wechsel in meinem Leben hat sie mitgemacht, meine Umzüge, die Jobwechsel. Mit ihr ging mein Wunsch nach einem Hund in Erfüllung, ihr verdanken wir so vieles.
Sie hatte am Bauch einen Mastzellentumor, der aufgeplatzt ist. Eine Op wäre wegen ihres Alters und ihres Herzens nicht mehr möglich gewesen. Mir ist die Entscheidung nicht leicht gefallen und ich weiss immer noch nicht, ob ich richtig entschieden habe. Aber sie sollte keine Schmerzen haben. Sie sollte in Würde gehen können.
Ihr Tod reisst ein Riesenloch in mein Leben, alles hier im Haus erinnert an sie. Wir haben sie bei meinen Eltern im Garten einschlafen lassen, wo Ronja so viele Jahre gelebt hat, ganz friedlich. Aber sie wollte nicht gehen. Der Tierarzt musste viermal nachspritzen. Ich fühle ich mich schrecklich. Selbst in ihrer letzten Stunde konnte man ihren ungeheuren Lebenwillen sehen. Als der Tierarzt kam, fing Kimba an zu bellen. Aber es war kein normales Bellen. Sie hat es gespürt, den Tod geahnt, es hörte sich so traurig an. Sie hat sich einige Meter von Ronja weg gelegt und als wir sie begraben haben, lag sie auf der Wiese, aber zusehen konnte sie nicht, sie hat sich weggedreht. Leiah war die ganze Zeit dabei, hat Ronja begleitet, auf ihrem letzten Weg.
Unser Leben wir anders werden ohne Ömi. Ich wünsche mir so sehr, dass ich bald ohne Schmerz an sie denken kann, an ihre sture Art, ihre Fröhlichkeit und ihren Lebensmut. Momentan tut es einfach nur weh daran zu denken, dass sie nie wieder bei uns liegen wird, nie wieder um Streicheleinheiten betteln kann. Nie wieder - es hört sich so schlimm an, es ist so ungreifbar.
Ronja - 07.03.1991 bis 11.04.2008